DARF MAN VON DER MINDESTSICHERUNG LEBEN – UPDATE 1

Sodala, es gibt ein erstes Update zu meinem Selbstversuch „DARF MAN VERSUCHEN 1 MONAT LANG VON DER MINDESTSICHERUNG ZU LEBEN?“. Wie bereits geschrieben, versuchen meine Familie und ich 1 Monat lang mit EUR 681 auszukommen. Wie ich auf diesen Betrag komme und was es mit dem Experiment auf sich hat, das findet ihr HIER.

SHOPPING ABSTINENZ GEHT WEITER

Tja, jetzt, wo eigentlich morgen mein „Shopping-Abstinenz-Jahr“ endet, weil das Schuljahr für mich aus ist geht es gleich weiter mit  SHOPPING DETOX. Warum? Weil „Shopping“ bei dem Projekt „Mindestsicherung“ sicher nicht drinnen ist. Das Gute daran: Es stört mich nicht. Ich habe bereits seit September ohne Murren, ohne Entzugserscheinungen und auch ohne Versuchungen erfolgreich NICHTS eingekauft an Klamotten. Da schaffe ich auch noch locker einen weiteren Monat. 🙂

DIE KINDER UND DIE MINDESTSICHERUNG

Die Kinder sind natürlich in das Projekt „Mindestsicherung“ eingeweiht und hatten von Anfang an ihre Bedenken. Aber gut, auch sie sollten einmal erfahren, was es bedeutet, weniger Geld zu haben. Der Sohnemann meinte am Wochenende: „Mama, ich würde gerne Sommerrodeln gehen!“. Daraufhin musste ich ihn enttäuschen: „Zu teuer!“. Etwas geknickt sah er mich an und erwiderte: „Ach, das geht sich ja nicht aus, genau“ und zog mit hängenden Schultern von dannen.

Ein paar Tage später kommt der Sohn wieder: „Mama, da gibt es so einen tollen Fußball beim Hofer. Der kostet nur EUR 10. Krieg ich ihn?“ Worauf ich wieder sagte: „Zu teuer. Da musst du dafür dein Taschengeld verwenden, wenn du ihn unbedingt haben willst.“ Das tat er dann auch.

Würde ich nun Monat für Monat meinen Kindern nichts bieten können, da würde sich schon mein Magen etwas zusammenziehen……

ESSEN UND TRINKEN

Ich trinke ja gerne Wein. Jeden Tag. Und ja, laut Definition bin ich da ein Alkoholiker. Egal. Jedenfalls kostet Alkohol auch Geld. Das bedeutet: Weniger Alkohol. Billigeren Fusel. Igitt. Auch beim Essen versuche ich, viel selbst zu machen und wirklich billig zu kochen. Es gibt daher viele Reisgerichte, Kartoffel-Pfannen, wenig Fleisch. Zum Glück haben wir zwei Hochbeete im Garten, von denen wir Salat und Gemüse ernten können. So kommen wir wenigstens zu gesundem und frischem Essen.

WOCHENENDAUSFLÜGE

Gestrichen! Wir sind sehr gerne mit den Kindern in den Bergen unterwegs. Mindestens einmal pro Woche. Dabei sind wir dann immer in eine Hütte eingekehrt und haben uns mit leckeren Speisen und Getränken belohnt. Da aber alleine die Anfahrt Benzingeld kostet und das Essen auf einer Hütte auch nicht billig ist haben wir unseren Wanderausflug abgesagt und sind stattdessen von zuhause aus eine Runde gewandert. Danach habe ich gekocht und wir hatten eine Jause in unserem Garten. Geht ja auch.

KAIVIERTELFEST

Fragt mich, ob ich am Kaiviertelfest in der Stadt war! Nein! Auch da mussten wir passen. Natürlich hätten wir mit dem Rad hinfahren können und nur durch die Gassen der Stadt flanieren ohne etwas zu konsumieren. Aber das ist ja dann auch nicht Sinn der Sache, oder? Jedenfalls sind wir lieber gleich daheim geblieben.

SPORT UND GARTEN

Unsere Kinder sind einmal pro Woche beim Sport. Genau diese Woche sind für das Sommersemester EUR 60 zu bezahlen. Viel Geld in unserem Fall. Aber gut. Theoretisch müsste das nicht sein und wir könnten die Kinder davon abmelden. Taten wir aber nicht. Tja, und dann ist da noch unser Garten und Hochbeet. Auch das braucht Pflege und frisst folglich Geld. Da wir auch vor geraumer Zeit eine Mauer bauten mussten wir genau in dieser Woche ein Gutachten bezahlen, das für die Einreichung bei der Gemeinde noch fehlte. Kosten: EUR 80. Keine Bagatelle zu den anderen Dingen, die wir in den Garten investieren mussten.

GELDSCHWUND – WOCHE 1:

  • Einkauf (Speisen): EUR 112
  • Sport: EUR 60
  • Garten: EUR 180

Summe Woche 1: EUR 352

Bleiben nur mehr: EUR 329 für die restlichen 3 Wochen! HILFE!