Let’s talk about Sex, Baby! img_0867

Ficken. Pudern. Bumsen. Vögeln. Rammeln. Liebe machen. Schnackseln…….Worte gibt es sehr viele, um auszudrücken, dass zwei (oder drei oder vier…) Menschen intimen Spaß miteinander haben. Warum gibt es die? Weil sie auch gern benutzt werden? Sollten wir über das reden, was hinter verschlossenen Schlafzimmertüren geschieht?

Konkrete „JEIN“ Antwort, da es ein paar „tricky situations“ gibt. Prinzipiell sag‘ ich aber: Lieber TUN anstatt zu REDEN!

Bei einer Google Suche findet man viele Beiträge zu: „Über Sex reden verbessert den Sex“ oder „Über Sex reden. So geht’s!“ oder „Das Problem, über Sex zu reden“ oder „Oversexed and underfucked: Warum wir oft über Sex reden und keinen mehr haben“ oder „Wie Männer über Sex reden“ oder „Reden über Sex ist hilfreich“ oder „Über Sex reden, aber mit wem?“. Ich sag dazu: Reden ist Silber. Schweigen ist Gold!

TUN ANSTATT ZU REDEN!

Je mehr jemand über Sex redet, umso weniger Sex hat derjenige. Davon bin ich überzeugt. Denn geben tut es sie: Die Leute, die bei jeder Gelegenheit irgendwas zum Thema „Sex“ einwerfen. Sei es in Form von Witzen oder als anzügliche Bemerkung oder was auch immer. Meine Meinung dazu: Sex gehört in die eigenen vier Wände. Egal, ob dort zu zweit, dritt, viert…… Männlein mit Männlein, Weiblein mit Weiblein oder ganz gemischt. Erlaubt ist wieder einmal, was gefällt. Aber muss ich dann auch darüber reden? Nein!

MEINE TIPPS: IN DIESEN FÄLLEN DÜRFT IHR ÜBER SEX REDEN!img_0852

MANN ZU FRAU/ MANN ZU MANN/ FRAU ZU FRAU (Mensch, ist das alles kompliziert geworden!!!): Wenn sie in einer sexuellen Beziehung zueinander sind. Achtung: Je mehr man darüber redet, umso zwanghafter wird der Sex! Mein Tipp: AUSPROBIEREN! Wenn das nicht funktioniert bzw. wenn mal ne Flaute im Bett eingetreten ist: Pornos anschauen.

FREUNDIN ZU FREUNDIN: Vorausgesetzt, es ist eine gute, enge Busenfreundin, der man wirklich vertraut. Da kann man dann schon mal über „Bettpleiten“ reden und sich eventuell Rat holen.img_0857

KUMPEL ZU KUMPEL: Klar! Männer reden untereinander gerne über Sex. Ob es dabei um den Sex mit der eigenen Partnerin geht, das sei dahingestellt……

ELTERN ZU KINDERN: Im Zuge der „Aufklärung“ müssen Eltern wohl oder übel mit ihren Kindern über Sex reden. Klingt blöd – ist es irgendwie auch. Dazu später mehr!

MEINE TIPPS: BITTE NICHT ÜBER SEX REDEN!

MANN ZU FRAU/ MANN ZU MANN/ FRAU ZU FRAU: Wenn sie jetzt in keiner sexuellen Beziehung zueinander sind. Redet einer von ihnen trotzdem über Sex, dann ist es sonnenklar: „ANBRATALARM“ – aber ziemlich plump, würd ich mal sagen.img_0877

ARBEITSPLATZ – KOLLEGEN, CHEFS, …..: Das geht gar nicht! Denn was hat Sex in der Arbeit zu suchen? Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel: Denn „Gspusis“ am Arbeitsplatz soll es ja auch ab und wann geben. Und das, obwohl es immer
heißt: „Never fuck the company!“img_0873

DER ALLTAG LÄSST GRÜSSEN

Also, prinzipiell red’ ich ja immer so wie mir „der Schnabel gewachsen“ ist. Und prinzipiell bin ich auch ein guter Zuhörer. Aber beim Thema Sex, da mag sogar ich nicht immer alles hören, was mir die Leute erzählen. Trotzdem muss ich oft dem Hurrikan ins Auge sehen: Eine meiner Bekannten hatte gerade eine Trennung hinter sich. Sie hat sichtlich abgenommen. Ich, in meiner einfühlsamen Art, versuche mit ihr zu plaudern und sage: „Pah, bist du aber dünn geworden!“.

Sie: „Ja, das Ganze hat mich schon wirklich ausgezehrt. Das Blöde ist nur, dass ich auch am Busen abnehme, was mir gar nicht taugt.“

In DEM Moment zieht sie – bitte, wir sind an einem öffentlichen Platz (!!!) – ihr Shirt hoch und holt eine ihrer nackten, blanken, hängenden Brüste heraus, um den Beweis anzutreten.

Ich heimlich: „Ahhhrghhhh….!“ und verstumme. Selten trifft man mich sprachlos an. In jenem Fall jedoch fehlten mir die Worte. Detail am Rande: Das war nicht das Einzige, das ich aus ihrer „Intimzone“ bzw. ihrem „Intimleben“ erfahren habe…..

AUFKLÄRUNG UND KINDER

Lasst mich schnell das Thema wechseln: Wie und wann kläre ich als Elternteil meine Kinder auf? Antwort: Aimg_0834m besten so bald wie möglich. Denn vor kurzem sah ich einen Bericht im Fernsehen – o.k., ich geb’s zu: Ich hab’ wirklich „Teenager werden Mütter“ geschaut! In jener Doku-Soap bekam eine 11-Jährige (!!!) ihr erstes Kind! Mein Kind wurde gerade 10 und verhält sich vergleichsweise noch wie ein Kleinkind.

Zu meinem Mann habe ich immer schon größenwahnsinnigerweise gesagt: „Das Thema SEX übernehme ich! Ich kann das!“. Jetzt, wo es so weit ist, wurde meine große Klappe etwas kleiner.

WAS BISHER GESCHAH

Freilich hatten die Kinder immer wieder einmal gefragt, wo denn die Babys herkämen. Darauf gab es immer eine kurze, knackige und total logische Antwort meinerseits: „Wenn eine Frau und ein Mann sich sehr lieb haben, dann bekommen sie ein Kind.“ Diese Erklärung hatte bisher gereicht…..

RAT BEI FREUNDINNEN img_9549

Ich holte mir also Rat bei „Expertenmamas“. Unisono empfahlen sie mir ein Buch, das sich anscheinend bestens eignene würde, Kinder aufzuklären: Peter, Ida und Minimumm. Sofort hastete ich in die nächste Buchhandlung und schnappte mir dieses Buch. Um auf Nummer sicher zu gehen, kaufte ich noch ein Zweites dazu: Mein erstes Aufklärungsbuch. Die erste Hürde war geschafft. Die zweite und viel schwierigere stand mir jedoch noch bevor: Die Bücher gemeinsam mit den Kindern anzusehen und unterstützdend zu erklären.

REAKTION DER KIDS

img_9550Bevor ich die Bücher den Kindern „vorblätterte“, wollte ich natürlich selbst einen Blick hinein werfen. Und ich muss schon sagen: Da wird einem echt die „nackte Wahrheit“ direkt ins Gesicht geschmettert. Aber gut, die Autoren der Bücher wussten bestimmt über ihre Zielleserschaft Bescheid……. Weniger aufregend war dann die Reaktion der Kinder. Während ich heimliche Schweißausbrüche erlitt, als wir uns die Bücher ansahen und ich erklärte, betrachteten meine zwei „Kleinen“ die Bücher so wie alle anderen Bilderbücher auch: Sie blätterten unaufgeregt durch, sahen sich die Bilder an und lasen: NICHTS. Ihre Reaktion am Ende: „Aha.“ Buch zu. Und weg waren sie, um zu spielen. Mein Puls hatte sich dann langsam wieder normalisiert und ich war froh, wenigstens den ersten Schritt in Richtung Aufklärung getan zu haben.

Viel Spaß beim Thema Sex! Vergesst nicht: „Herz über Kopf“ und immer locker bleiben!