DARF MAN EINEN MONAT VON DER MINDESTSICHERUNG LEBEN?

Hier kommt mein zweiter Selbstversuch, namens MINDESTSICHERUNG! Wer sich nun fragt, was der erste war: Ich habe ja ein Jahr lang nichts „geshoppt“. Wer es nachlesen will, der klickt HIER. Da mir dieser Selbstversuch relativ leichtgefallen ist, habe ich wenig dazu gebloggt. ABER: Das Shopping-Abstinenz-Ende naht. Daher ist es Zeit für ein nächstes Experiment.

SELBSTVERSUCH MINDESTSICHERUNG

Wie komme ich nun auf diesen Selbstversuch, einen Monat lang mit meiner Familie von der Mindestsicherung zu leben? Tja, die Antwort liegt quasi auf der Hand:

  1. Weil das Thema „Mindestsicherung“ gerade dauernd durch die Medienlandschaft schwirrt.
  2. Weil mein Mann und ich neulich beisammengesessen sind und es uns fast aus den „Latschen“ gehaut hat als wir sahen, wieviel Geld wir eigentlich pro Monat brauchen.

MONATSKOSTEN EINER FAMILIE

Wir sind eine vierköpfige Familie: Mann, Frau, zwei Kinder im Alter von 10 und fast 12 Jahren. Wir gehen kaum auswärts essen. Ich koche frisch und gesund. Wir prassen nicht. Wir verdienen beide nicht schlecht. Rechnet man die Rückzahlung für das Haus von unserem gemeinsamen Grundeinkommen weg, so müsste trotzdem noch genügend zum „LEBEN“ übrig bleiben. Das tut es auch. ABER: Wir ersparen uns auch nicht wirklich etwas. Und genau das gab uns neulich ein Rätsel auf.

RÄTSEL „GELDSCHWUND“

Wir grübelten also über unseren Kontoauszügen und schrieben alles nieder. Wir versuchten zu analysieren, zu drehen und zu wenden. Fazit: Es kam nichts Weltbewegendes dabei heraus. Daher fragten wir uns: Wie tun Familien, die viel weniger verdienen? Und der Selbstversuch „Mindestsicherung“ war geboren.

RECHERCHE

Ich habe recherchiert auf „Mindestsicherung – Bundesland Salzburg„: Die Mindestsicherung hängt einerseits von der Familienkonstellation ab, andererseits von der Höhe der Wohnkosten. Der Grundbetrag bzw. Mindeststandard beträgt im Jahr 2018 EUR 863,04 pro Monat. Dieser Betrag teilt sich wie folgt auf:

  • Für Ernährung, Bekleidung etc. werden 75% des Mindeststandards gerechnet (das wären also umgerechnet EUR 647,28)
  • Für das Wohnen werden 25% des Mindeststandards gerechnet, also EUR 215,76

Genauere Übersichten findet man ganz leicht auf der oben genannten Internetseite, daher erspare ich euch hier die Details!

RECHENBEISPIEL

Ich habe nun ausgerechnet bzw. auf der Webseite ausrechnen lassen, was nun eine Familie mit zwei Kindern, wohnhaft im Tennengau mit Wohnkosten in der Höhe von EUR 1000 genau bekommen würde. Es sieht folgendermaßen aus:

Vater, Mutter, 2 Kinder, Wohnen im Tennengau ———- EUR 1869

Familienbeihilfe ———————————————– EUR 390

SUMME ——————————————————– EUR 2259

Abzüglich Miete und Betriebskosten von EUR 1278 bleiben: EUR 981

AB 1. JUNI STARTEN WIR MIT EUR 981

Ui, das klingt nach gar nicht so wenig Geld, oder? Naja, es bedeutet aber auch, dass wir mit diesem Betrag ALLES bezahlen müssen: Müllabfuhr, Geld für die Schule, Essen, Tanken, Versicherungen, Telefon, und was so anfällt. Klingt eigentlich nicht so schlecht, oder?

AAABEEER: Wenn ich mal auf die Schnelle unsere Fixkosten addiere (Handy, Internet, Schule, Versicherungen, etc.), dann kommt da gleich mal ein Betrag von EUR 300 heraus.

ALSO: EUR 981 – EUR 300 = EUR 681

Und da haben wir noch gar nichts gegessen! Unsere Autos müssten wir daher theoretisch verkaufen, bestehende Zusatzversicherungen oder Pensionsvorsorge kündigen. Denn das würde sich von den EUR 681 nicht mehr bezahlen lassen.

MIT EUR 681 ÜBER DIE RUNDEN KOMMEN

Mit diesem Betrag sollten wir nun essen und Dinge bezahlen, die sonst noch so anfallen. Da ist dann mal ein Schulausflug, der EUR 10 kostet schon eine erste kleine Hürde. Wir werden vermutlich mit dem Rad fahren müssen und uns von Kartoffeln und Reis ernähren. Ich habe wie gesagt noch keine Ahnung, wie das Experiment laufen wird. Fakt ist, dass wir den Betrag von EUR 681 nicht überschreiten dürfen. Puh.

Es wird kurze Updates geben und am Ende des Monats Juni eine ausführliche Zusammenfassung.

Trau dich und sei gefährlich ehrlich!

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