Corona Tagebuch – Teil 3 oder auch: „Darf man…..nix?“

Welcher Tag ist heute? Ich glaube, heute ist Montwoch, der 46. Apruni. Ja, vor lauter Freiheit (oder auch wegen des Freiheitsentzugs?) verliere ich echt das Zeitgefühl! Und ihr so? So viel weiß ich aber noch: Es ist Woche 5 der Corona-Zeitrechnung – hab ich extra nachgezählt. Hier geht es übrigens zu dem vorigen Blog-Beitrag, bei dem ich die Corona-Zeit mit der Probepension vergleiche und das ist das „supergeniale“ Video, das ich zum Thema „Darf man die Probepension genießen?“ gemacht hab:

Wann geht endlich die Schule wieder los?

BITTE! WANN IST ENDLICH WIEDER SCHULE! FREIHEIT FÜR ALLE! Es kann doch nicht sein, dass die Kinder dauernd daheim sind und das dann nahtlos an die Sommerferien anschließt? Das hält doch keiner aus – weder die Schüler, noch die Eltern – und auch die Lehrer nicht (das weiß ich aus eigener Erfahrung). Apropos Schule:

Kinder an Brennpunktschulen sind die großen Verlierer

Zocken bis zum Abwinken

Vergessen werden die Ärmsten unter den Armen. Da gibt es bestimmt Familien, die keinen Drucker daheim haben und auch nicht in ihr E-Mail-Postfach schauen. Dann sitzen vermutlich viele Kinder und Jugendliche einfach nur vor dem TV-Gerät oder Handy („Yeah, Freiheit“ schreien sie vermeintlich leise). Gelernt wird nix. Kann ja auch nix dafür das Kind, wenn die Mama oder der Papa die Infos der Schule nicht an das Kind weitergeben. Aber gut, Hauptsache wir schotten alle ab, damit sie sich daheim die Schädel einschlagen – vor lauter Aggression und Langeweile. Aber gut, ich sag ja immer:

Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben

Zuckerpillen als Placebo

Also nur keine Panik auf der Titanic. Denn, wenn man seine Gedanken immer nur um das Thema „Angst“ oder in unserem Fall „Krankheit“ kreisen lässt, dann wird man krank und noch ängstlicher. Kennt ihr das Buch „Gedanken als Medizin„? Da geht es darum, dass unsere Gedanken unseren Körper beeinflussen – positiv wie aber auch negativ. Ein Beispiel: Ein an Depressionen leidender Mensch wollte sich das Leben nehmen. Dazu schluckte er alle seine „Depri-Tabletten“ auf einmal. Er wurde rechtzeitig gefunden, ins Krankenhaus gebracht und verbrachte einige Tage auf der Intensiv-Station. Sein Zustand: Zwischen Leben und Tod. Doch es war alles nur Einbildung, denn die Ärzte im Krankenhaus bemerkten, dass der Patient Teil eines Placebo-Experiments war (ohne dies selbst zu wissen). Er hatte also nur harmlose Zuckerpillen geschluckt, in der Annahme, sie wären starke Medikamente. Nur deshalb reagierte sein Körper: Weil sein Gehirn ihm das so mitteilte. Jedenfalls: Als der Patient davon erfuhr wurde er innerhalb kürzester Zeit wieder gesund und konnte bald das Krankenhaus verlassen. Freiheit im Kopf oder eben nicht…..! Also: Was glaubt ihr, was passieren wird, wenn Millionen Österreicher jeden Tag hören, dass es wieder und wieder viele Todesopfer an Corona gab? Beim leichtesten Hustenanfall werden viele glauben, sie sind dem Tode geweiht, obwohl sie nix haben. Also: Nur keine Angst und Panik! Eine Abhilfe schafft da: Keine Horrornachrichten mehr aufzunehmen und positiv zu denken.

Und da sind wir schon beim Thema Freiheit

Jeder hat die Freiheit und kann selbst entscheiden, welche und ob er Nachrichten hört und wie er diese aufnimmt. Jeder hat die Freiheit und kann selbst entscheiden, wie er sein Leben gestaltet. Die Freiheit im Kopf kann einem keiner nehmen – und das sollten wir ausnutzen. Ich spiele einmal ein bisschen Matthias Horx – diesen berühmt berüchtigten Zukunftsforscher, der meinte, es würde nach Corona NIE wieder so sein wie es war. Ich sage: Bullshit! Es wird alles wieder so sein wie es war. Warum? Weil wir Menschen Gewohnheitstiere sind und nur schwer aus alten Mustern ausbrechen können. Wer vor Corona schon ein Luxusmensch war wird das auch nach Corona bleiben. Wer vor Corona schon gelernt hatte zu verzichten, der wird das auch nach Corona noch können. Das Einzige, das wir vielleicht schöner finden werden – nach Corona – ist folgendes: Wir werden vermutlich wehmütig zurückdenken, an die Zeit, die wir gemeinsam mit unseren Liebsten verbracht haben und wenig bis gar nichts arbeiten mussten. Wir werden sagen: „Ma, hätten wir nur die Zeit einfach positiv gesehen und genutzt anstatt nur zu jammern.“

Hab mir einen Rock passend zum Mundschutz genäht.

Freiheitsentzug durch Anordnungen der Regierung?

Ja, definitiv! Da kommt wieder raus, dass die Ösi-Politiker aus ihrer autoritären Regime-Rolle und aus dem Streben nach Macht nicht recht rauskönnen. Der Machthunger ist doch echt ein „Hundling“. Ich finde es zumindest furchtbar und sehr beklemmend, dass unsere „Oberhäupter“ etwas sagen und die meisten Österreicher komplett unreflektiert mitmachen. Unvorstellbar, wozu ein Masse bzw. Herde so fähig ist. Leider gibt es nur wenige kritische Stimmen. Und wenn die aufmucken, dann werden sie sofort zum Schweigen gebracht. Die meisten Menschen glauben an das, was die Masse und die „Oberhäupter“ behaupten bzw. sie glauben auch das, was sie glauben wollen….. Das ist aber wieder ein anderes Thema.

Helmut Marko, Schweden und die Herdenimmunität

Formel 1 Chef, Helmut Marko kam zu Beginn der Corona-Krise mit der Idee, alle Formel 1 Fahrer mit dem Virus zu infizieren, um eine Art Herdenimmunität zu erreichen. Auch die Schweden machen es vor: Ohne strikte Verbote, Strafen und autoritäre Anweisungen schaffen sie es ebenso (wie es derzeit aussieht) durch die Krisenzeiten zu kommen. Und das nicht wirklich viel schlechter als wir – dafür haben sie viel mehr Freiheiten. Eine meiner Freundinnen meinte neulich: Wir müssen sowieso lernen, mit dem Virus zu leben. Ich denke, sie hat recht. Denn: So schnell werden wir diesen Virus nicht los. Und auch ein Impfstoff wird nicht so schnell parat stehen. Also: Das beste daraus machen – aber bitte mit mehr Freiheiten und Lockerungen!

Positives in Krisen-Zeiten?

Es gibt auch Positives: Die Straßen sind leer. Es herrscht Ruhe – zumindest draußen. So war die Stadt Salzburg am Osterwochenende wie in einem Dornröschenschlaf – irgendwie sogar schön.