Nein, nein und noch einmal nein! Man ist nicht der Freund, sondern der Erziehungsberechtigte, die liebevolle Mama oder auch der strenge Papa. Von mir aus auch gerne umgekehrt, gell!

Warum? Lest selbst.

Die Jugend von heute…..

….ist auch nimmer so wie damals. Ja, jetzt werde ich alt, denn den Satz „Die Jugend heutzutage“ verwenden doch nur die alten, schrulligen Leute, die die Jugendlichen nicht mehr verstehen. Tja, da bin ich wohl mittendrin statt nur dabei. Ich muss allerdings klarstellen, dass ich die Jugendlichen sehr gerne mag, ansonsten hätte ich als Lehrerin den falschen Beruf. Jedoch finde ich, dass wir unsere Kinder ruhig etwas „härter rannehmen“ können. Die sind sonst überhaupt nichts gewöhnt im zukünftigen Leben und glauben, dass sie auf immer und ewig auf einer rosa Zuckerwattewolke dahinfliegen wie daheim bei Mami und Papi.

„Aufgeweichte Jammergestalten“

Diese heutigen „aufgeweichten Jammergestalten“ zerreißt ein Pädagoge, und zwar hier. Herrlich dieser Artikel. Darin geht es um die jungen „Prinzen und Prinzessinnen“ und darum, dass sich die Eltern durch ihre Kinder verwirklichen, indem sie ihnen ALLES ermöglichen und ihre Nesthäkchen ja von allem Bösen fern halten. Na eh, wird man jetzt sagen. Jede Mama und jeder Papa wird das wohl immer schon getan haben und auch weiterhin tun, man will ja den Nachwuchs nicht ins Verderben stoßen. Jedoch kann man als Elternteil nicht immer alles dem Kind abnehmen. Gewisse Dinge und Sachverhalte sollte der Sprössling selbst in die Hand nehmen und abwickeln, um zu lernen – vor allem die hochgepriesene und wichtige Selbstständigkeit.

16-jährige „Gschroppn“

Kennt ihr den Ausdruck: Diese frechen „Gschroppn“? Nein? Ein Gschropp ist jemand, der nervt, lästig ist und laut. Vermutlich deshalb, weil er zu verwöhnt oder verweichlicht wurde. Man verbindet das Wort daher auch oft mit „Du verwöhnter Gschropp“. In Ausnahmefällen sagt man allerdings auch: „Mei, so ein liaber Gschropp!“. Und: Von einem Gschroppn will man partout nicht der Freund sein, denn Gschroppn erzieht man – normalerweise halt.

Erziehung bedeutet Strenge und Konsequenz

….. und natürlich viel Liebe.

Ja, Kinder zu erziehen ist anstrengend. Vor allem dann, wenn man als Elternteil teilweise streng und konsequent ist. Das ist nicht immer ein Honigschlecken, wenn dann das Lieblingskind durchdreht, weil es das Handy für eine Woche abgeben muss. Keiner mag das, wenn einen das eigene Kind anschreit und sagt: „Ich hasse dich!“ Aber da müssen wir durch! Weg mit der Kuschelpädagogik! Denn: Wer sein Kind liebt, der erzieht. Zusatz: Wer sein Kind liebt, der kann auch nichts falsch machen.

Auf die Schnauze fallen lassen

Anstatt der Kuschelpädagogik und den Sätzen wie „Karl-Heinz, pass auf! Achtung! Nicht so schnell“ sollte man die Kinder manchmal auf die Schnauze fallen lassen bzw. mal wo anrennen lassen. Nur so machen sie eigenen Erfahrungen und ja, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist: Wir können unsere Kinder nicht vor allem und jedem beschützen – außer wir sperren sie ein. Aber das bringt ja auf Dauer auch nix, oder? 😉

Das Kind als Freund?

Nein, das passt einfach nicht. Lasst dem Kind eigene Freunde finden. Man sagt ja immer: Freunde kann man sich aussuchen. Die Verwandtschaft nicht. Und dazu sollte das Kind unbedingt die Möglichkeit haben.

Übrigens, weil es gerade zum Thema passt: Darf man als Lehrer für die g’sunde Watschn sein?