DARF MAN AUF VERBINDLICHKEITEN SCH……?

Verbindlichkeiten. Ein Wort, das heutzutage kaum jemand mehr ernst nimmt, hab ich das Gefühl. Warum? Lest selbst!

Verbindlichkeiten

Was ist eigentlich mit dem Wort „Verbindlichkeiten“ gemeint? Naja, für mich bedeutet es: Wenn ich jemandem etwas zusage oder verspreche, dann halte ich das auch. Jedoch ist das für viele andere in der heutigen Zeit nicht mehr so. Ich habe da wieder viele Beispiele für euch aus dem echten Leben.

Treffen wir uns in drei Wochen abends?

So beginnt oft eine Frage in einer Whatsapp-Gruppe. Meistens herrscht dann großes Schweigen. Keiner meldet sich. Langsam melden sich dann doch ein paar mit vagen Aussagen wie: „Ja, vielleicht. Ich kann es noch nicht genau sagen.“ Oder: „Wenn es sich ausgeht bin ich gerne dabei“. Oder: „Aus heutiger Sicht geht es“. Tja, da lässt sich jeder alles offen.

Wie wäre es mit einer Hüttenwanderung inklusive Nächtigung im Sommer?

Das wäre ein anderes Beispiel. Man schlägt etwas vor und die Reaktionen sind: „Ja, cool“ oder „Super, machen wir!“. Wenn es dann ans Eingemachte geht und die Details kurz vor der Reise besprochen werden, das Datum konkreter wird und es zur Buchung kommen sollte, dann kommen Kommentare wie: „Oje, leider ist mir etwas dazwischengekommen.“ oder „Es geht sich doch nicht aus“.

Treffen wir uns am Freitag um 19:30 zum Schnitzel-Essen?

Auch diese Treffen sind leider oft dann vage anzunehmen. Vor allem aufgrund der einfachen Handynutzung. Da kommt es dann schon vor, dass um 19:00 noch eine Nachricht eintrudelt wie: „Sorry, verspäte mich.“ Oder: „Komme doch nicht“. Oder was auch immer.

Früher war alles verbindlicher

Warum? Einerseits, weil wir so erzogen wurden, nicht zu spät zu kommen und auch nicht kurzfristig etwas abzusagen. Andererseits, weil es keine Handys gab. Da musste man sich einen genauen Zeitpunkt für ein Treffen vereinbaren, denn man konnte nicht „gschwind“ anrufen und eine Verspätung ankündigen. Da kam es dann schon vor, dass – wenn man sich um 20 Minuten verspätete – das Date dann schon wieder weg war.

Dasselbe galt für andere „Events“ und Reisen. Man hatte keine sozialen Medien und wusste nicht, was die anderen so taten. Man wusste auch nicht, ob man etwas anderes (Cooles) versäumte, wenn man sich nun für das Hüttenwochenende am Berg entschied. Denn: Ohne die „Übertragung der Leben der anderen“ in Echtzeit (wie heute auf Snapchat, Tiktok oder Instagram Stories) konnte man sich nicht leid sehen und sagen: „Mei, da wäre ich aber eigentlich lieber dabei gewesen als bei dem blöden Hüttenwochenende.“

Verbindlichkeiten sollten gerade bei guten Freunden eingehalten werden

Einfach aus Respekt, Anstand und Liebe, oder etwa nicht?

Trau dich und sei gefährlich ehrlich!

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