DARF MAN HEUTE NOCH FRAU SEIN?

UNTERTITEL: DARF MAN HEUTE NOCH MANN SEIN?

Ja, sicherlich! Dafür sind wir doch da – um zu kochen

TYPISCH MANN

Muskeln und Samenstränge. Schweißgeruch. Bart. Behaarte Beine und Achseln. Motorenfett. Rasenmähen. Bier. Sport.

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TYPISCH FRAU

Kochen. Waschen. Putzen. Haushalt. Kinder. Röcke und Kleider. Shopping. Quasseln und tratschen. Schminken und Aufhübschen.IMG_9752

Tja, so sollte es aussehen. Die Realität hingegen ist meist anders. Da kommen schon ein paar Attribute von oben durcheinander und reihen sich dabei in die falsche Geschlechterrubrik ein.

DIE HEUTIGEN PROBLEME

Die Männern verwei(b)chlichen zusehends. Die Frauen werden immer härter.

Das Spannende dabei: Die Männer verweichlichen, weil wir Frauen sie verweiblichen. Die Frauen hingegen vermännlichen, weil sie sich selbst zu hart rannehmen. Ich kenne keinen einzigen Mann, der seine Frau härter und männlicher machen will. Jedoch gibt es genügend Frauen, die einen „Softie“ als Mann wollen. Der sollte dann mit ihnen shoppen, frühstücken, ins Theater oder gar die Oper gehen.

Männer hingegen wollen eine Frau, die einfach fraulich und weiblich ist. Sie wollen gar nicht, dass „SIE“ mit ihnen zum Autorennen fährt. Sie wollen gar nicht, dass „SIE“ mit ihnen Downhill-Mountainbike-Strecken runterbrettert. Männer sind zufrieden, wenn sie ihr Eigenleben haben. Frauen wollen den Mann immer dabeihaben und wollen auch immer dabei sein. Frauen wollen oft sogar sein wie die Männer. Sie wollen ihre Jobs, sie wollen Motorradfahren. Sie wollen Fußballspielen.

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OMG! Geht gar nicht! Bitte lasst doch einfach den Männern auch ihren Sport! Wieso finden jetzt plötzlich viele Männer Frauenfußball so super? Sind die denn alle zu Weicheiern geworden? Da rieselt es auf Facebook hunderte Kommentare von Männern nach dem Motto: „Schneidet euch eine Scheibe ab, von der Kunst der Frauen!“ oder „Frauen sind einfach besser!“. A geh, bitte! Ich muss kotzen! Seit wann vergleichen wir Frauenfußball mit Männerfußball? Das ist doch eine komplett andere Liga!

DIE MÄNNER SIND NICHT MEHR DAS, WAS SIE EINMAL WAREN!

Männer gehen in Karenz. Männer gehen einkaufen. Männer schieben einen Kinderwagen vor sich her. Langsam sind die Männer Weicheier und was passiert? Wir Frauen wollen sie so nicht mehr haben! Da gibt es diese Geschichte, die mir einmal mein bester Freund erzählt hat: Eine Frau angelt sich einen geilen, derben, stinkenden Motorradfahrer, der Fleisch noch auf offenem Feuer mit echten Kohlen grillt. Mit dem brennt sie durch. Sie verliebt sich unsterblich. Sie beginnt mit ihm ein gemeinsames Leben. Nach und nach macht sie aus dem männlichen Macho einen verweichlichten Softie UND: Lässt ihn am Ende (im Regen) stehen. Auf gut Deutsch: Sie verlässt ihn. Für einen Neuen! Der neue ist ein geiler, derber, stinkender Motorradfahrer, der noch Fleisch auf offenem Feuer mit echten Kohlen grillt! Haaaa! Ja, wir Frauen sind so! Ich geb’s zu! Immerhin bin ich ja gefährlich ehrlich!

DEFINITIONEN

Emanzipation? Pffff!

Feminismus? Pfff!

O.k., bevor ich „Pffff“ sag, sollten doch die genauen Definitionen für diese beiden Begriffe her! Voilà hier spricht der Duden:

Feminismus: Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt.

ERGO – NEIN!

Emanzipation: Befreiung aus einem Zustand der Abhängigkeit; Selbstständigkeit; Gleichstellung. Rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Frau mit dem Mann.

ERGO – NEIN!

SELBSTSTÄNDIGKEIT

Selbstständigkeit? Jein. Abhängigkeit? Jein.

Ihr kennt das doch alle. Wir wollen zwar möglichst schnell selbstständig sein, doch am Ende ist auch die Selbstständigkeit anstrengend – WEIL: Man sich immer um alles alleine kümmern muss – tja. Genauso ist es mit der Abhängigkeit. Einerseits Scheiße, abhängig von einem Partner zu sein. Andererseits wieder gut, wenn man sich auf jemanden stützen und verlassen kann.

Damals – während unserer Ehekrise – da sagte ich groß und übermütig: „Ich will die Scheidung. Aber das Haus und die Kinder behalte ich. Ich werde viel arbeiten und alles schaffen. Ich werde mich um alles ALLEINE kümmern. Ich kann das. Ich bin SUPERWOMAN!“

Ha! Denkste! Mein Mann ist damals „probehalber“ für zwei Monate ausgezogen – damit ich mich mal als SUPERWOMAN beweisen konnte. Ich musste ALLES alleine tun. Dazu gehörten plötzlich auch Dinge und Tätigkeiten, die normalerweise ER erledigte und von denen ich nicht einmal richtig wusste, dass es sie gab. Heizung einschalten. Rasen mähen. (Sperr-)Müll wegfahren.

AUTO – MÄNNERSACHE?

Für mich schon! Alles was mit dem Thema Auto zu tun hat gehört unter die Kategorie „Männlich – Männlicher – am Männlichsten“.

Dazu fällt mir folgendes G’schichtl ein: Ich hatte mich in punkto Auto immer komplett auf meinen Mann verlassen. Er tankte. Er kümmerte sich ums „Pickerl“. Er putzte es. Er füllte Frostschutz nach. Er wechselte die Reifen. Ja genau: Er tat das alles mit MEINEM Auto. Mit seinem sowieso. Einmal hatte er offensichtlich vergessen zu tanken. Dieser Dödel *Scherzerl*!!

Da bin ich dann einfach auf der Straße stehengeblieben, weil der Sprit leer war. Weil ich als Frau mich um das Männerspielzeug nicht gekümmert hatte. Wie peinlich.

ANDREAS GABALIER: „MEINE FRAU BLEIBT ALS MUTTER ZUHAUSE“

Gabalier hin oder her – Ich mag seine Einstellung und ich mag auch ihn als Person. Der „scheißt“ sich nix und sagt frei heraus, was er denkt. Ohne Rücksicht auf eventuelle „Shitstorms“. Vor ein paar Jahren meinte er: „Meine Frau bleibt als Mutter zuhause“, was so viel bedeutet wie: „Meine Frau darf nicht hackeln gehen, wenn wir ein Kind haben.“ Ich sage: SUPER! Vor allem auch dann, wenn das der Frau taugt.

FRAU AN DEN HERD

Auch das darf man sagen! Und auch das verfechte ich, WEIL: Der Mann SEINE Aufgaben braucht und die Frau IHRE Aufgaben braucht. Ich durfte einmal ein älteres Ehepaar interviewen, die meinten: „Eine Beziehung funktioniert nur, wenn jeder seine Aufgaben hat und keiner dem anderen ins Handwerk pfuscht.“ Ja genau, sage ich!IMG_9688

MORAL VON DER G’SCHICHT

Da fordern die Frauen Gleichberechtigung. Sie fordern Emanzipation. Sie wollen so sein wie die Männer. AAAAAABBBBBERRRR: Haben sie einmal erreicht was sie wollten dann wird gejammert. Und das geht so: „Immer muss ich alles tun. Mir ist alles zu viel!“

Warum ich das so genau weiß?

Tja, ratet mal! 😉IMG_9682

 

 

6 Gedanken zu “DARF MAN HEUTE NOCH FRAU SEIN?

  1. Juhu.!
    Shitstormverdacht!

    Aber du hast sehr ehrlich geschrieben und ich find auch auf den Punkt gebracht. Nicht nur du denkst so, aber so was sagen „darf man/frau nicht“. Das heißt doch alle erkämpften Errungenschaften in Frage zu stellen? Oder wäre nicht die ehrliche Anerkennung der Leistung und Stärken von Frau und Mann wirkliche Gleichberechtigung? Aber Frauenfußball ist viel cooler, als ein super gemanagter Haushalt.

    1. Juhuuuu, danke Clemens für deine ebenso ehrlichen Worte!! Das, was ich geschrieben hab meine ich 100% ehrlich und steh dazu! Bin scho gespannt, ob sich ein Shitstorm ergibt. 😉 Und: Ich darf alles sagen weil „Gefährlich ehrlich“, hihi! Erkämpfte Errungenschaften? Ja, ich stell sie in Frage. Frauenfussball gegen einen gut gemanagten Haushalt? 0:1 für den Haushalt, sag ich provokant. Ist ja mein provokanter Ü30-Blog! 😉

  2. Gleichberechtigung bedeutet nicht das Gleiche zu tun, sondern sich frei entscheiden zu können, was man tun möchte, wie man sein möchte. Den gleichen Dingen hinterher zu hetzen, kann doch nicht das Ziel sein. Eigene Ziele, eigene Entscheidungen und nicht nachmachen. Und wer behauptet wir sind alle gleich spinnt sowieso. Wir sind alle anders, das ist gut so und das sollten wir nicht verlieren.

Trau dich und sei gefährlich ehrlich!