DARF MAN „SPORT UND KIND“ VERBINDEN?

Sodala, jetzt wo der Fasching/ Karneval vorüber ist dürfen wir uns anstatt des Alkohols der Bewegung widmen. Also: Hebt eure Hinterteile hoch und geht raus an die frische Luft! Ausreden wie „Aber das Wetter ist so schlecht!“ oder „Aber ich hab‘ doch kleine Kinder!“ oder „Aber ich habe keine Zeit!“ oder „Aber ich bin doch total unsportlich!“ gelten nicht.

Daher: Klare JA-Antwort auf meine Frage!

KEINE ZEIT?

Keine Zeit: Das gibt es nicht! Es gibt nur die Aussage: „Ich mag mir die Zeit für xy nicht nehmen!“

Ergo: Wenn ihr sportlich ward bevor die Kinder kamen, dann könnt ihr auch locker mit Kindern weiter sportlich sein! Wer dies nicht glaubt, der lese diesen Blogartikel gaaaaanz ausführlich! Tipp: Vermutlich wird ein nächster folgen. Denn alle meine Ratschläge bringe ich in dieser Ausgabe nicht unter.

DAMALS….

DAMALS – so benenne ich das Leben VOR den Kindern. DANACH – das sollte das Leben NACH den Kindern betiteln. Ja, es mag komisch klingen, aber es verändert sich dann doch einiges.

Lasst mich mit dem DAMALS kurz beginnen:

Ich war recht sportlich. Schon bevor ich meinen Ehemann kennenlernte. Als ich dann auf ihn traf wurde meine sportliche Welt doch ein wenig auf den Kopf gestellt! Warum? Weil er einfach um soooo viel mehr draufhatte als ich. Er fuhr „Downhill-Hänge“ mit dem Mountainbike hinunter, die ich gerade einmal zu Fuß schaffte. Er schmiss sich Berge hinauf, die ich nur mit dem Finger auf der Landkarte erkundet hatte. Als wir beide aufeinander trafen da hieß es aus dem Freundeskreis: „Wenn die so weitermachen, dann trampeln die uns die ganzen Berge aus der Umgebung zusammen.“ Ja, mein Mann und ich waren echt fast überall oben – im Umkreis unseres Wohnortes. Ich hechelte immer hinterher, aber ich war immer dabei. Eines Tages meinte er plötzlich: „So, jetzt will ich wieder einmal etwas ‚Wildes’ mit dem Radl fahren. Das heißt: Ich möchte ALLEINE eine Runde drehen. OHNE dich!“

Ich so: img_2050

BABYALARM!

Ja, das war das Leben VOR den Kindern. Dann wurde ich schwanger. Alle meine Freundinnen und Freunde meinten: „So, jetzt ist es Schluss mit Lustig. Jetzt hast du keine Zeit mehr zum Sporteln.“ Ich: „Blödsinn!“ und erklomm im 7. Schwangerschaftsmonat noch einen Berg: Über 1300 Höhenmeter schupfte ich meine Kugel alias Bauch auf den Gipfel.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Und auch als Baby 1 da war: Ich hatte den Mund nicht zu voll genommen! Ich sportelte ziemlich viel – mit Kind im Gepäck!

DANACH

Das Leben nach den Kindern ist mindestens genauso sport-ereignisreich wie jenes davor! Wenn nicht sogar mehr und intensiver! Warum das so ist, das erkläre ich euch hier mit ein paar ausgewählten Tipps – aufgeteilt nach Alter der Kinder:

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TIPPS

Kinder 0 – 2 Jahre:

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In diesem Alter können sie nicht selbst aktiv sein. Das ist auch suuuuper! Denn die Kids sind froh, wenn sie rauskommen und bei Mama und Papa sein können. Es reicht daher ein Tragetuch, eine Rückentrage oder ein halbwegs geländegängiger Kinderwagen. Damit kamen wir damals überall hin. Auf jede Almhütte, auf jeden noch so steilen Wanderweg. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. In diesem Fall brauche ich euch demnach nicht einmal Wandertipps geben.

Kinder 2 – 4 Jahre: 

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Chariot, 2-Sitzer. DAS Stichwort! DIE genialste Erfindung aller, aller Zeiten! Dies ist ein
Fahrradanhänger, in welchem zwei Kinder leicht Platz finden. Mega!! Als die Kinder noch klein waren, schaffte sogar ich als Frau es, die beiden über weite Strecken zu ziehen und kam sogar kleinere Berghänge hinauf. Das Beste an dem Teil: Man kann ihn als Kinderwagen umbauen und ihn auch überall hinschieben.

Ich ging damals mit beiden Kindern Laufen, Wandern, Radfahren. Ich war unabhängig. Das Wichtigste für eine junge Mama. Das noch Wichtigere: Die Kinder hatten einen Riesenspaß, wenn sie in dieser „Kutsche“ saßen. Bei Bedarf durften sie auch gemütlich schlafen. Das taten sie immer, wenn Papa „volle Kanne“ mit 50 Sachen den Berg hinabfuhr. Ich hätte mir ja an ihrer Stelle in die Hosen gemacht.

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Kinder 4 – 6 Jahre:

Irgendwie die blödeste Zeit. Sie sind noch zu klein, um selbst aktiv zu sein und auch zu schwer, um sie dauernd herumzuschieben bzw. zu tragen. ABER: Es geht trotzdem was.

  • Das kleinere Kind kann noch im Chariot sitzen. Das Größere hingegen bereits am Fahrrad fahren. Mama und/ oder Papa können nebenbei joggen!
  • Das kleinere Kind sitzt noch in der Rückentrage. Das Größere geht schon alleine und wir halt zwischendurch gehoben. BTW: Ist gut für die Armmuskulatur! Da kann man überall hin wandern.
  • Das kleinere Kind sitzt in der Rückentrage beim Skitourengehen. Das Größere fährt schon mit dem anderen Elternteil Ski. Dann wird abgewechselt. ACHTUNG: Bloß nicht mit dem Kind in der Rückentrage und den Skiern an den Füßen abfahren! Geht gar nicht! Viel zu gefährlich!

Kinder 6 – 8 Jahre:

img_1543Es wird besser. Beide fahren Ski. Beide können halbwegs flott gehen. Sie können sogar Radfahren. Das heißt: Die Eltern können sich schon mal abwechseln. Während Mama mit den Kleinen den Berg per Gondel oder Sessellift erklimmt, darf der Papa daimg_1587s MTB unter den Arsch schieben und bergauf strampeln oder die Tourenskier anschnallen. Bei der Mittelstation angekommen wird getauscht: Der Papa fährt weiter mit den Kindern per Lift während sich die Mama auf den Tourenskiern oder dem MTB auspowern darf. Am Ende treffen sich alle auf einer Hütte. Mit Spielplatz natürlich, damit Mama und Papa auch das ein oder andere Seiterl genießen können.

Tipps im Raum Salzburg: Spielbergalm, Faistenauer Schafberg, Schafbachalm, Erentrudisalm, Wagrain Grafenberg, Alpendorf St. Johann (Geisterberg) und und und!

Kinder 8 – 10 Jahre: Geniale Zeit! Wir befinden uns im JETZT! Im Moment bin ich nur mit den Kindern unterwegs: Langlaufen, Skifahren, Wandern, Radfahren. Sie können ALLES, wenn sie wollen. Und sie wollen nur dann, wenn man sie richtig motiviert. Das geht!

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Megasuperüberdrübergehimtipp: Rettensteinhütte in Filzmoos. Das ist alles in einem: Eine echt geile Skitour für Mama und Papa UND vor der Hütte eine kleine GRATIS Snowtubing-Strecke für die Kinder. Das ist unsere absolute Lieblingshütte. Aber: Pssst! Nicht allen weitersagen! 😉

FAZIT

Meine lieben Sportmuffel: Die Ausreden, die gibt es nicht mehr! Wer sporteln will, der kann! Auch mit Kindern! Übrigens: Bin ich mal beim Blutabnehmen, dann fragen mich die Krankenschwestern immer: „WOW! Solche schönen Adern! Machen Sie Kraftsport?“

Und ich: „Nein! Aber ich habe kleine Kinder!“ 😉

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