DARF MAN SEINEN KINDERN AUßERGEWÖHNLICHE VORNAMEN GEBEN?

NEIN! Bitte nicht!

WARUM?

Aus Rücksicht auf die Kinder und deren Zukunft.

Und ja, es gibt sie: Die wohlbekannten Vorurteile, die sich am Ende nicht mehr ausmerzen lassen. Leute mit „gewissen“ Vornamen werden in Schubladen gesteckt und dementsprechend „gebrandmarkt“. Und das bestimmt nicht im positiven Sinne. Hab ich auch irgendwann mal irgendwo gelesen!

EIN EINZELFALL? NEIN!! IMG_4986

„Nepomuk!!! Nepomuuukkk?!! Jetzt komm doch her, Muki!“.

Ja, genau das waren neulich die Worte einer Mutter zu ihrem ca. 3-jährigen Sohn. Und: Nein! Das ist echt kein Schmäh! Vergesst nicht: Ihr lest hier immer etwas von jemandem, der gefährlich ehrlich ist!

VORGESCHICHTE

Ich bin gerade unterwegs in einem gewissen Stadteil Salzburgs. Dieses Viertel Salzburgs ist ein echt „urbanes“ Viertel. Da wohnen diejenigen, bei denen Geld nur eine Nebenrolle im Leben spielt – sie haben nämlich genug davon. Da wundert es auch keinen, dass bei einer Gartenausstellung eine Eintrittsgebühr von € 6 pro Person verlangt wird. Denn: Was nichts kostet, würde ja nichts wert sein.

Uns – meiner Familie und mir – ist das egal, denn wir sind jetzt extra mit dem Radl in das „urbane Viertel“ gestrampelt, um uns auf dieser besonderen Gartenausstellung umzusehen.

DRAHTESEL GEGEN PORSCHE CAYENNE IMG_5428

Ich, mein Mann und unsere zwei Kinder parken also unsere Drahtesel vor dem Eingang und stehen *potzblitz* neben einem Porsche Cayenne und einem Maserati. Als unsere Schlösser klicken kommt eine Familie in einem Audi Q7 angefahren. Die Mutter, die ihr Gesicht hinter einer dicken Sonnenbrille versteckt steigt aus. Ein Hauch von Grant verzerrt ihre Mundwinkel – das Einzige, das noch von ihrer Visage sichtbar ist. Er, der Vater, hievt sich selbst aus dem Auto und entlädt murrend den Kinderwagen aus dem Kofferraum….. Wir wollen da nicht weiter zusehen und werfen uns ins „Getümmel“ – besser gesagt: In die Meute, deren Auftrag „Sehen und gesehen werden!“ ist.

SCHICKIMICKI GARTENAUSSTELLUNG

Tja, dann sind wir endlich drinnen. Mitten in der Gartenausstellung. Die Aussteller sehen aus wie aus dem Ei gepellt. Sie mustern uns von oben bis unten als wir durch die Verkaufsstände schlendern. Danach wenden sie sich mit einem abschätzigen Blick ab. Ein Blick der besagt: „Die kaufen sowieso nix, so wie die aussehen!“.

Ich muss innerlich schmunzeln. Ich liebe diese Situationen. Da mag ich mich dann selbst am liebsten wie der ärgste Tölpel verhalten. Aber meine Schadenfreude vergeht, als ich eben die oben benannte Mutter rufen höre: „Nepomuk, Muki!!!“. Ich fühle ehrliches Mitleid – mit der Mutter und vor allem mit dem Buben…..

MELCHIOR UND BALTHASAR….. ÄH, TSCHULDIGUNG: WENDELIN!

Kaspar, Melchior und Balthasar. Was fällt euch dazu ein? Ja, genau! Die Hl. 3 Könige. Sollte dann auch ein Kind so heißen? Na, bitte echt net!!

Meine zwei Kids machten neulich beim Ferienprogramm mit. „Basteln mit Holz“ war angesagt. Es wurde gehämmert, geschraubt und gesägt. Die Sprößlinge hatten Spaß daran. Als sie von oben bis unten voller Dreck nachhause kamen fragte ich sie: „Na, wie war’s?“.canvas

„Ja, super! Aber der Melchior und der Wendelin – die wollten da nicht mitmachen und haben stattdessen immer ‚Pokemon Go‘ gespielt!“.

Ich starre sie an. Hab ich mich verhört? Wie heißen die? Und was haben die gespielt?

Ich stelle mir die Mutter dazu vor. Vor meinem imaginären Auge taucht eine stöckelschuh-besetzte, blonde, aalglatte, unlustige, reiche, geschminkte Frau mit Föhnfrisur auf. IMG_5457

Als ich meine Kinder vom „Basteln mit Holz – Teil 2“ abhole bin ich schon soooooo neugierig, wie die Mama von Wendelin und Melchior aussieht. Ratet mal!! Ja, genau! So sah sie aus: Stöckelschuh-besetzt, blond, aalglatt, unlustig, reich, geschminkt mit Föhnfrisur. Ich kann mich immer noch auf mein imaginäres Auge verlassen, auch wenn ich ansonsten ’ne Brille brauche.

ZOE, KLINGT IRGENDWIE WIE ZOFE NUR OHNE „F“

Asooo, das ist ja Englisch! Naja, dann passt es ja perfekt, wenn man seine Tochter Zoe (Soi – ausgesprochen) nennt und mit Nachnamen Brunnhuber heißt: Zoe Brunnhuber. Fesch!

Nepomuk, Melchior, Wendelin und Zoe: Auch wenn ihr mit Vorurteilen zu kämpfen habt – Ihr schafft das schon!

2 Gedanken zu “DARF MAN SEINEN KINDERN AUßERGEWÖHNLICHE VORNAMEN GEBEN?

    1. Liebe Tine, vielen Dank für deinen Kommentar! Genau das ist der Sinn meiner Webseite: Leute zum Äußern ihrer Meinung anzuregen! Ich stelle daher eine Gegenfrage: Seid ihr aus Griechenland bzw. was habt ihr mit Griechenland zutun?

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